Maximilian Geller Quintett

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„Amore e Morte“
Fusionen haben es ja desöfteren in sich. Meistens fusionieren Dinge, die nichts oder
wenig miteinander zu tun haben. Zugleich wird dann auch noch kühn behauptet,
dass zusammenwachsen würde, was zusammen gehöre. Auch in der Musik gab es
Fusionen von verschiedenen Stilen und Genres. Nur so konnten Folk-Rock, Black-
Metal, Drum ’n’ Bass oder Schlager-Pop überhaupt entstehen. Musikalisches
Crossover ist seit längerem Gang und Gebe und es bedarf schon eines sehr
originellen Einfalls, hier wirklich neues und vor allem kreatives zu entwickeln.
Genau dies aber gelang Maximilian Geller und seinem gleichnamigen Quintett. Der
Schweizer Wahl-Münchner schlägt schon seit einigen Jahren eine Brücke zwischen
Jazzmusik und klassischer Oper. Anlässlich des Mozart-Jahres 2006 entwickelten
Maximilian Geller und seine damals noch vierköpfige Band das Konzeptalbum
„Lacrimosa Mozart 06“, welches sofort Beifallsstürme in den Feuilletonstuben
auslöste. Ein gutes Jahr später wurde nicht nur die Formation zum Quintett
aufgestockt, vielmehr wurde auch das Konzept verfeinert. Mit dem Album „Opera in
Jazz“ gelang dem Maximilian Geller Quintett eine bislang noch nie da gewesene
Symbiose aus coolem, clubigem Jazz und exquisiten Opernarien, geboten von Max
Gellers Schwester, Brigitte Geller. Ihre Stimme ist an Brillanz und Klarheit kaum zu
überbieten, ihr Klagen hat etwas unglaublich zartes, fast verführendes Element.
Schnell wurde aus dem Geheimtipp „Opera in Jazz“ ein Volltreffer, der die Liebhaber
beider Genres begeistern konnte.



Dass sich das alles noch toppen lässt, beweist das Jazz-Klassik-Quintett in diesem
Jahr: „Amore e Morte“ heißt das neueste Werk der musikalischen Grenzgänger.
Maximilian und Brigitte Geller setzen ihren eingeschlagenen Weg hier mit aller
Konsequenz fort. Bei „Amore e Morte“ sprechen sie selbst vom spannendsten
Projekt, was sie verwirklichen konnten. Italienisches, meist neapolitanisches Liedgut,
zum Teil schon über 200 Jahre alt, diente als Vorlage zum Konzept des neuen
Albums. Auch wenn die Lieder schon hunderte von Jahren durchlebt haben, wirken
sie auch heute noch, als seien sie wie Hits geschrieben . Sie dringen nicht nur tief in
die Gehörgänge, sondern treffen in Herz und Mark. Brigitte Gellers Sopran vermag
es zusätzlich noch unter das empfindlichste Sinnesorgan zu schlüpfen – nur wenige
Stimmen gehen derart unter die Haut und verursachen eine angenehme Aufrichtung
der Körperbehaarung. Dazu erklingt erneut wundervoll lässige Jazz-Club-Musik, die
trotz einiger Verspieltheit an Coolness kaum zu übertreffen ist. Leichtfüßig,
harmonisch und dennoch tief bewegend erlebt man auf „Amore e Morte“ einen
italienischen Urlaub für die Seele. Die jazzigen Interpretationen der Stücke von Luico
Dalla, Gioachino Rossini, Vincenzo Bellini u.a. sind nicht nur souverän, sie sind
außerordentlich harmonisch und charaktervoll umgesetzt. Auch die neapolitanischen
Volkslieder reihen sich perfekt in das Ensemble der zwölf neu produzierten Titel des
Albums ein.

Das dritte Album des Maximilian Geller Quintetts „Amore e Morte“ geht wieder keine
konventionellen Wege. Das ist ausgesprochen gut so. Die kraftvolle Aussage der
italienischen Musik, welche gepaart wird mit der Zartheit der Klassik und der
Lässigkeit des Jazz verursacht so eine Explosion der Sinne. Der Bogen zwischen
Jazz und Klassik wird kleiner, da sich die Abstände dazwischen verringern und beide
Genres zu einer Einheit werden. „Jazz goes Classic“ geht weiter und die Bravo-Rufe
werden nicht verstummen.

 

 


 

 
 
 
 
 
 
 
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Thomas Linsmayer: Rechtsanwalt - Kunsthistoriker - Kulturmanagement